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Der rechtsextreme Gewaltausbruch vor 25 Jahren

Im Rahmen eines Themenabends will Bürger.Courage zusammen mit der Friedrich-Ebert-Stiftung ein etwas aus dem Fokus geratenes Thema zum Jahrestag "25 Jahre Deutsche Einheit" betrachten, und damit ein Stück Stadtgeschichte erforschen. In einem Fishbowle-Szenario werden mündliche Erinnerungsinterviews mit den Beteiligten und Betroffenen rechtsextremer Gewaltexzesse der Jahre 1988 bis 1992 gesammelt und für die Nachwelt in Form einer geplanten Broschüre festgehalten.

Auch wenn der wohl bekannteste Überfall von Nazi-Skinheads auf ein Punkkonzert am 17. Oktober 1987 in der Berliner Zionskirche stattfand, gab es in Dresden vor der Wende viele ähnliche Vorfälle. So wurden die Besucher eines Konzerts in der Martin-Luther-Kirche Opfer eines Überfalls durch rechte Schläger und auch das Haus der Scheune war stets ein Anfriffsziel.

Nach der Wende erlangte Dresden traurige Bekanntheit als Hochburg der Neonazis in den neuen Bundesländern. Es gab mehrere Kameradschaften im Stadtgebiet, Gastarbeiter wurden durch die Stadt und in einigen Fällen zu Tode gehetz.

Mit dem gewaltsamen Tod des Nazikaders Rainer Sonntag in der Nacht zum 1. Juni 1991, wurde Dresden anlässlich seiner Beerdigung am 16. Juni zum Schauplatz des bis dato größten Naziaufmarschs in Nachkriegsdeutschland.

In der öffentlichen Meinung ist diese Zeit weitgehend aus dem Bewusstsein verschwunden – in den Köpfen vieler sind die Bilder und Ereignisse jedoch sehr präsent, nicht immer verarbeitet und oftmals immer noch Bezugspunkt für die Bewertung rechtsextremer Alltagsgewalt.

Wie kam es aber zum Gewaltausbruch 1990 und zu den Auseinandersetzungen zwischen Links und Rechts in der Wendezeit? Was ist in der Zeit passiert, welche Erinnerungen bestehen noch, was wurde ausgeblendet und welche Mythen halten sich hartnäckig? Das Bürger.Courage-Projekt zu diesem finsteren Kapitel soll die Stadtgeschichte zu diesem Thema zusammentragen, erforschen und pointiert daruf hinweisen, dass Rechtsradikalismus, Neonazismus und Ausländerfeindlichkeit weder neue Phänomene noch Westimporte im Zuge der Wiedervereinigung sind.Auch wenn der wohl bekannteste Überfall von Nazi-Skinheads auf ein Punkkonzert am 17. Oktober 1987 in der Berliner Zionskirche stattfand, gab es in Dresden vor der Wende viele ähnliche Vorfälle. So wurden die Besucher eines Punkkonzerts in der Martin-Luther-Kirche Opfer eines Überfalls durch Nazis.

 

 

Video zum Naziaufmarsch am 16. Juni 1991:  http://www.youtube.com/watch?v=mE-0qQIYfCI

 

Der Themenabend zu diesem finsteren Kapitel Dresdens soll die Stadtgeschichte zu diesem Thema zusammentragen, erforschen und pointiert daruf hinweisen, dass Rechtsradikalismus, Neonazismus und Ausländerfeindlichkeit weder neue Phänomene noch Westimporte im Zuge der Wiedervereinigung sind.

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zuletzt aktualisiert: 23.09.2015